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1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

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1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » So 4. Mär 2018, 03:34

Da das Thema bislang lediglich zerstreut in den einzelnen Spieltagsfreds diskutiert wird, gönn ich uns hier mal nen eigenen Fred:

Aufstiegskampf 2017/2018... Steht Sechzig (bzw. Giasing, München, Deutschland und die Welt :mrgreen:) Ende Mai Kopf? Verdient hätten wir Fans es, da kann es keine zwei Meinungen geben. Auch finanziell scheint alles klar. Nur packen wir das sportlich? Die (rote) Konkurrenz in der Liga ist nach mäßigem Beginn nun voll da. Der Vorsprung schmilzt. Und selbst wenn wir Platz 1 halten, winkt am Ende ja immer noch die Relegation...

Was meint ihr? Kontroverses Diskutieren ist wie immer ausdrücklich erwünscht! ::-):


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Re: Der Kampf um den Aufstieg 17/18

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » So 4. Mär 2018, 03:45

Hier als "einleitendes Element" noch kurz ein paar Meinungen zum Thema aus dem Fred zum Glubb Spiel:

tomandcherry hat geschrieben:
Sa 24. Feb 2018, 18:02
Sehe mich in meinen bösen Vorahnungen bereits im ersten Spiel nach der Winterpause bestätigt. Das wird eine sehr (!) schwere Kiste und ich bin keinesfalls davon überzeugt, dass 60 nach dem 38. Spieltag von Tabellenplatz 1 grüßt und somit die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation sicher hat.

Da fehlt's m.E. schon an weitaus mehr, als am Abschlußglück bzw. dass der Schiri ein paar "unglückliche Entscheidungen" getroffen hat.

Dass wir so gut wie keinen Spieler - mit Ausnahme des nach wie vor nicht einsatzfähigen Timo Gebhart - haben, der sich für die Ordnung auf dem Platz zuständig fühlt, ist leider nicht mehr zu übersehen. Auch von einem ansehnlichen Spiel, angefangen beim Spielaufbau am eigenen Strafraum bis hin zum Torabschluß, ist leider kaum etwas erkennbar.

Bei allem Respekt, dass wir beim Tabellenzweiten angetreten sind und die Nürnberger durchaus Fußball spielen können, aber das war zu wenig und bei anderen Spielen kommen wir nicht mit einem Pünktchen nach Hause, sondern mit einer ordentlichen Niederlage.

Und die Gegner, die auswärts auf uns warten heißen u.a. Ingolstadt II, Schweinfurt und FCB II. Also alles andere als sog. "Laufkundschaft".

Biero muss jetzt sehr schnell die Zügel anziehen und die Mannschaft auf den Ernst der Lage einschwören, sonst stehen wir am Ende mit dem kurzen Hemd und einem langen Gesicht da.

swaltl hat geschrieben:
So 25. Feb 2018, 14:43
Ich kann euren Pessimismus ehrlich gesagt nicht teilen. Die erste Halbzeit gestern war ziemlich gut. Leider haben wir durch eine unglückliche Aktion noch ein Gegentor bekommen. In der zweiten Halbzeit war es zwar sehr überzeugend, aber bis zu. 2:2 eigentlich schon in Ordnung.
Der Platzverweis hat uns wohl das Genick gebrochen. Danach ging nicht mehr allzu viel. Allerdings haben wir trotz einem Mann weniger noch einen Punkt gegen den Zweiten geholt.
Wir haben immer noch einen Vorsprung, mit dem wir es selbst in der Hand haben. Mit Karger und Helmbrecht kommen bald noch zwei starke Spieler zurück. Und Görlitz könnte wohl schon bald die Schwachstelle auf der Rechtsverteidiger-Position beheben.

Ich kann euren Pessimismus ehrlich gesagt überhaupt nicht teilen. Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass wir es schaffen.

tomandcherry hat geschrieben:
Mo 26. Feb 2018, 11:29

@ Sebastian

Da fühle ich mich natürlich gleich mal direkt angesprochen. ;)

Zunächst: Ja, wir sind Tabellenführer mit aktuell sieben Punkten Vorsprung auf den FC Bäh II (bei einem Spiel Rückstand!) und könnten eigentlich relativ gelassen bleiben, denn "wir haben es selbst in der Hand".

Allerdings muss ich es schon sehr deutlich schreiben, dass ich den Eindruck habe, so mancher belügt sich ein bisschen selbst, wenn er den Trend, dass die Mannschaft eigentlich keinerlei Verbesserung in der Spielanlage zeigt, nicht erkennen will/kann?

Nur weil wir gestern beim Tabellenzweiten ein 2:2 errungen haben, darf man doch nicht übersehen, dass eine 2:0-Auswärtsführung mehr oder weniger leichtfertig vergeigt wurde?

Dass die Mannschaft offensichtlich Nervenflattern bekommt, wenn sie - wider Erwarten? - eine Führung ausbauen bzw. verteidigen soll?

Wenn die Roten ihr Nachholspiel gewinnen sollten - gut, das muss auch erst noch gespielt werden und ein Bayern-Sieg ist nicht in Stein gemeißelt - sind es "nur noch" 4 Punkte Vorsprung auf Rot II.

Dazu kommt die Tatsache, dass praktisch sämtliche "ernsthaften Gegner", wie u.a. Illertissen (aktuell 6.), Ingolstadt II (aktuell 4.), Schweinfurt (aktuell 5.), Bayern II (unser wahrscheinlich härtester Konkurrent um den Meistertitel, aktuell 2.) auswärts auf uns warten und lediglich der FCA II ins GWS kommt.

Natürlich spielen die teilweise auch noch gegeneinander und nehmen sich Punkte ab, aber ich kann Deine Zuversicht, wieso wir weiterhin die Tabellenführung verteidigen werden, ehrlich gesagt nicht ganz nachvollziehen?

Die Mannschaft spielt einfach nicht gut. Da können auch Ergebnisse wie ein 2:2 beim Tabellenzweiten nicht darüber hinwegtäuschen. Speziell die frühe Führung und das zwischenzeitliche 2:0 müssten doch eigentlich für ein stabileres Nervenkostüm sorgen? Stattdessen fängt man sich das 1:2 und das große Nervenflattern beginnt. Dass Weber innerhalb weniger Minuten zweimal Gelb - und dadurch Gelb-Rot - sieht, ist für mich ein weiterer Beweis, dass man die Nerven nicht im Griff hat. Eiskalt und abgezockt müssen wir aber sein, wenn wir am 38. Spieltag ganz oben stehen und in die Aufstiegs-Relegation zur 3. Liga kommen wollen.

Sorry, Sebastian, ich bin einfach schon viel zu lange Löwen-Fan, als dass ich die Zeichen nicht deuten könnte. Und die Zeichen sehen nach meiner Einschätzung eher auf "Tendenz nach unten", als auf "Tendenz wir bleiben ganz oben" aus.

Sollte ich komplett falsch liegen, wäre ich natürlich glücklich, denn das hieße ja, dass wir RL Bayern-Meister geworden sind und die Relegation mitspielen dürfen.

Leider trügt mich mein Gefühl äußerst selten, wenn es um die Münchner Löwen geht.

Landshuter Loewe hat geschrieben:
Mo 26. Feb 2018, 12:23
Also ich verstehe ehrlich gesagt Deinen Optimismus nicht ganz. Wenn man ohne blaue Brille an die Sache geht fällt auf:
- Nürnberg war die ganze Zeit spielbestimmend, deutlich mehr Ballbesitz
- Nürnberg hat sich mehr Chancen erspielt (u.a. zwei mal Alu)
- Wir haben max. vier echte Torchancen gehabt, wobei dann zwei Treffer eine gute Quote sind
- Warum der Mölders das 3:1 nicht macht muss er mir mal erklären
- Uns ist es kaum gelungen, Nürnberg mal länger in ihrer Hälfte festzunageln
- Die Nürnberger Abwehr war auch nicht sattelfest, wäre es da nicht mal eine Option, Ziereis und Mölders zusammen offensiv spielen zu lassen
- (Die gelb-rote darf nie und nimmer passieren)
- Eine große Kulisse scheint eher ein Problem anstatt Motivation zu sein

Ich bin der Meinung, dass wir gestern einen Punkt gewonnen und nicht zwei verloren haben. Mit dieser Leistung kann man bei dem Punktvorsprung vielleicht Meister werden, aber ob es zum Aufstieg reicht wage ich zu bezweifeln. Es gibt viel zu tun, packen wir es an!


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Re: Der Kampf um den Aufstieg 17/18

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » So 4. Mär 2018, 04:39

Ich selbst schließe mich mich bei meiner Meinung (mittlerweile) tendenziell doch viel eher tomandcherry und dem Landshuter Löwen, als unserm Basti an. Das mittlerweile beziehe ich hier vor allem auf die Entwicklung der Konkurrenz. Zu Beginn/Mitte der Saison sah eigentlich alles recht komfortabel aus. Wir holten solide (gut, nicht überragend) unsere Punkte und die Konkurrenz patzte in schöner Regelmäßigkeit. Zwischenzeitlich wusste man ja gar nicht mehr, wer eigentlich überhaupt noch als Konkurrent infrage kommt. Erst waren es Roten, dann Schweinfurt, dann Ingolstadt und inzwischen sind es doch wieder die Roten - wie ja eigentlich auch von jedem so erwartet. Manch einer, so munkelt man, soll die die Roten bereits gänzlich abgeschrieben haben... Ganz ausnehmen will ich mich da nicht. Geb schon zu, dass ich zwischenzeitlich auch von einer entspannten Saison und einer frühzeitigen Meisterschaft geträumt habe, bei der es am Ende v.a. darum ginge, die Relegation zu meistern. Tja, so kann man sich (scheinbar) täuschen. Inzwischen beträgt der Rückstand auf Bayern II nur noch 4 Punkte bei 23 absolvierten Partien - genauso wie wir. Auch die Schanzer II könnten (aktuell 21 Spiele) bei zwei Siegen ebenfalls auf 4 Punkte heranrücken.


swaltl hat geschrieben:
So 25. Feb 2018, 14:43
Ich kann euren Pessimismus ehrlich gesagt überhaupt nicht teilen. Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass wir es schaffen.

Sorry Wastl, tu mich hier auch schwer dabei, die obigen Sichtweisen als "pessimistisch" zu bewerten. Ich denke, die Kommentare differenzieren die Sache schon ganz gut. Unter Abwägung verschiedener und sachlich-nüchterner Aspekte, wird aufgezeigt, dass Platz 1 keinesfalls ein Selbstläufer wird. Allerdings ist dort Platz 1 bzw. der Aufstieg ja auch nicht ausgeschlossen. Und dem kann ich mich nur anschließen. Viele Argumente wurden ja bereits von tomandcherry und dem Landshuter Löwen genannt.

Auf ein Sache möchte ich nochmal im Detail eingehen. Den Trend. Und der ist bekanntlich "your friend" oder in dem Fall viel mehr der Freund der Konkurrenz. Hier der Überblick über die letzten 10 Spiele:

Sechzig: 5 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen ==> 17 Pkt.
Bastards II: 8 Siege, 2 Unentschieden, 0 Niederlagen(!) ==> 26 Pkt.
Schanzer II: 7 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen ==> 22 Pkt.

Finde das schon bedenklich. Wenn die nächsten 10 Spiele genauso/ähnlich laufen, hat sich das mit Platz 1 schon erledigt. Will sagen, bei Bayern erkennt man eine Entwicklung, die ich bei uns (trotz blauer Brille) so leider nicht sehen kann. Eher im Gegenteil: Dar Punkteschnitt nahm bei uns im Laufe der Saison sogar ab. Wir "wurschteln"* uns eigentlich von Saisonbeginn an so durch, oft auch mit ner gehörigen Portion Glück. Hätte Bayern zu Beginn nicht diese extreme Schwächephase gehabt, dann würden wir bereits jetzt nur noch deren Rücklichter mit dem berühmt berüchtigten "Fernglas" sehen. Da sollte man seine Augen auch als Blauer nicht davor verschließen.

(*sorry, natürlich überspitzt formuliert, nicht despektierlich aufs Team, auf das ich als Fan so und so stolz bin, gemünzt! Meine hier, dass uns oft die letzte Souveränität/Dominanz fehlt)

Des weitere gehe ich davon aus, dass die Unaussprechlichen leider weiterhin gut punkten werden. Sehe da keinen Grund, warum die plötzlich wieder einbrechen sollten. Haben ja auch in der Winterpause nochmal nachgelegt... Rechne da in der Rückrunde bei 15 verbleibenden Spielen in etwa mit einem 2,5 Punkte-Schnitt. Wenn dem so wäre, lässt sich errechnen, dass uns - trotz der vier Punkte Vorsprung - ein Punkteschnitt wie in der bisherigen Saison (2,13 Pkt) am Ende nicht reichen würde. Bayern wirkt momentan schon sehr stabil. Die haben gegen Buchbach übrigens ganze 60 Minuten in Unterzahl gespielt. Und trotzdem locker 2:0 gewonnen. Dann schau'n wir mal, was wir da am Dienstag machen... Unterschätzen dürfen und werden wir sie nach dem Hinspiel jedenfalls sicher nicht. Fakt ist, Punkte müssen her. Eigentlich dreifach!


Dazu kommt, dass wir bei je 4 Punkten Vorsprung auf die direkte Konkurrenz bei bei beiden Clubs noch auswärts ranmüssen. Ob man diese Sechs-Punkte-Spiele nun als Chance oder als Risiko ansieht, möge jeder für sich selbst entscheiden. Mir behagt das grundsätzlich momentan allerdings gar nicht. V.a. solange man vor dem Spiel vorne steht, hat man halt immer auch was zu verlieren. Und seit "Gottes Schöpfung" war es noch (fast) immer so, dass die Roten am Ende lachen und wir Blauen weinen. Ist zwar nicht fair, ist aber trotzdem so... Und wenn ausgerechnet "die" gegen uns - in unserer Heimat(!!) - den Löwen-Aufstieg verbauen, wär das halt wieder eine dieser typisch-behämmerten Geschichten... Dann wär's wir halt wieder mal die "Oberdeppen"... Nein, würd das natürlich niemals verschrei'n... :mrgreen:


Ein paar weitere Punkte, die mich eher skeptisch stimmen:

- Das Nürnberg-Spiel hat mich keinesfalls überzeugt. Auch die erste Halbzeit würde ich gar nicht unbedingt als besonders "gut" bezeichnen. Nicht schlecht, zweifelsfrei, ein solides Spiel und sehr effektiv. Abgesehen von den zwei Toren (davon ein Standardtor) war da da nicht viel Weltbewegendes nach vorne. Hervorzuheben, ist aber dass wir hinten (mit einer Ausnahme eben) stabil standen. Trotz der drei unglücklichen Knackpunkte (Weeger-Patzer, Mölders' verdaddelte XXL-Chance und Gelb-Rot für Weber) muss man eine 2:0 Führung am Ende eigentlich nach Hause bekommen. Nürnberg war gerade die erste Halbzeit erschreckend schwach. Zum Ende hin musste man mit dem 2:2 noch glücklich sein. Nürnberg hatte dann phasenweise gefühlt 85 Prozent Ballbesitz und uns extrem in der eigenen Hälfte eingeschnürrt. Und von Auswärtsspiel will ich eigentlich nicht sprechen, auch wenn mich unsere Stimmung bei 14.000 Löwenfans letztlich auch nicht zu 100 Prozent überzeugt hat. Auch beim Hinspiel haben wir übrigens bereits zwei mal einen Vorsprung verspielt und am Ende doch noch glücklich in der Schlussphase gewonnen. Das sollte nicht nochmal passieren.

- Der eklatante Unterschied zwischen Heimstärke und Auswärtsschwäche. Wenn man hoch will, müssen aber auch auswärts Punkte her. Und zwar einige. Wie oben geschrieben, wartet gerade auswärts aber eben in erster Linie nicht nur "Laufkundschaft".

- Für jeden Gegner ist gegen uns das Spiel des Jahres und man gibt dementsprechend "120 Prozent". Eine Hürde, mit der die Bayern nicht zu kämpfen haben.

- Gegen die zweiten Mannschaften haben wir nur das Geisterspiel gegen den Glubb gewonnen... Sonst sieht es da ziemlich mau aus.

- Rein von der Kaderqualität ist Bayern II für mich mindestens ebenbürtig. Ggfs. können die immer auch ein paar Profis runterziehen.

- Wann uns unsere Hoffnungsträger (Gebhart, Görlitz, Karger) wieder zur Verfügung stehen, steht zumindest bei beiden erstgenannten "in den Sternen"...

- Mölders steckt durchaus in einer "(Tor-)Krise", überzeugt mich momentan gar nicht. Karger derzeit verletzt, wer soll aktuell die Tore schießen?

- Die Unruhe im Umfeld wird (gerade bei uns!) sicherlich zunehmen, wenn das jetzt nicht sofort funktioniert. Hektik von außerhalb wird aber sicher nicht helfen. Wenn das nur immer jeder begreifen würde...

- Bin ich eigtl. der Einzige, der im bisherigen Saisonverlauf so ein bisschen die Weiterentwicklung der Mannschaft vermisst? Aber vielleicht wird's ja noch...


Was aber für uns spricht:

- Nun, sicherlich die phänomenale Unterstützung unserer Fans.

- Im Grünwalder sind wir ne Macht.

- Die Mannschaft ist ein Team, der Wille ist immer da.

- Ruhe und Besonnenheit der Verantwortlichen

- Nach all der Sch...e der vergangenen Jahre, hätten wir es "einfach mal verdient" bzw. "müssen" wir ja auch irgendwann mal dran sein. :mrgreen:

- Der Wastl ist davon überzeugt, dass wir das packen... Und wenn der das sagt... (oder soll ich das doch eher ins Contra schieben?? :mrgreen:)


Hinsichtlich einer möglichen Relegation sehe ich die Sache übrigens nicht so dramatisch, wie sie teilweise diskutiert wird. Gerade falls der Relegationsgegner "RL-Übermannschaft" Cottbus lautet (und auch die anderen potentiellen Kandidaten sind definitiv nicht unbezwingbar). Für mich bleiben die Chancen dort gegnerunabhängig bei etwa 50:50.

1.) Hängt bei der Relegation eh immer viel von der Tagesform und dem Spielglück ab. Braucht nur der Schiri ein, zweimal daneben langen... Finde sogar mehr noch als von der Kaderqualität, zumindest solange diese nicht zu stark auseinander geht. Und...

2.) Habe Cottbus ein paar mal live im TV gesehen. So der Brüller war das leistungstechnisch dann auch nicht. Angst brauchst da auch keine haben...


Als Anhänger des aktuellen wirtschaftlichen Sparkurses, wäre es gerade in dieser Saison so ungemein wichtig, nach oben zu kommen. Wenn der Aufstieg scheitert, evtl. die besten Spieler abgegeben werden müssen und die Euphorie erstmal weg ist, kann die Situation leider sehr, sehr schnell kippen. Und Ismaik hat seine Leute ja bereits in Stellung gebracht. Ein erneutes Umschwenken wäre sicherlich das Letzte, was uns weiterhilft bzw. irgendwie zielführend wäre. Dennoch halte ich das gerade bei uns schon für gut möglich, wenn wir hinter dem sportlichen Ziel (RL-Meister/Aufstieg) zurückbleiben und die damit einhergehenden negativen Konsequenzen eintreten. Klasse wäre es natürlich, wenn die Mitglieder auch in diesem Fall "stark" bleiben.


PS: Basti: Ich will Dir keinenfalls Deinen Optimismus nehmen. Prinzipiell zeichnet uns das ja auch aus. Wenn wir Löwen keinen Optimismus mehr in uns tragen, kann man uns eh begraben. Nur wie bereits erwähnt schafft zu viel Optimismus eben auch immer auch eine Fallhöhe, die schlussendlich im Falle des Misserfolgs zur Enttäuschung führt. Ich kann für meinen Teil nur sagen, wenn der Aufstieg tatsächlich gelingt, freu ich mich narrisch, wenn's am Ende nicht gelingt, geht die Welt zwar nicht gleich unter und die Saison war trotzdem aus vielerlei Hinsicht schön und erlebnisreich, aber halt nicht erfolgreich. Definitiv bin ich emotional wieder sehr viel näher an Sechzig dran als in den letzten Jahren. Nur: Langfristig gehört Sechzig halt auf jeden Fall wieder nach oben. Je schneller, desto besser. Regionalliga darf nicht unser Anspruch sein. Und wenn die Euphorie erstmal weg ist, kommt die Tristesse... Eine finanzielle Gesundung in der Regionalliga, wie teils auch schon gelesen, halte ich nebenbei bemerkt für eine Utopie!

Der Worst-Case wäre letzlich wohl, wenn die Roten Meister werden, aber die Relegation vergeigen. Dann hätten wir sie nächstes Jahr wieder an der Backe. Abgesehen davon, werden wir nächste Saison dann wohl keine so gute Mannschaft mehr am Start bringen können, wie dieses Jahr.


Fazit: Es wird schwer, im Vergleich zur Hinrunde ist für mich (vom Gefühl her) definitiv eine Steigerung nötig. Die Konkurrenz wird nicht nochmal schlafen. Wenn wir nicht zuverlässig liefern, sind wir schneller weg, als uns lieb ist. Für möglich halte ich den Aufstieg natürlich trotzdem! Es muss aber vieles, bzw. fast alles passen. Das sollte uns Fans schon bewusst sein. Mein Gefühl ist momentan, was die RL-Meisterschaft anbelangt, eher durchwachsen. Nichts würde ich mir mehr wünschen als den Aufstieg, vor allem aufgrund der aktuellen Leistungsexplosion der Roten habe ich da im Moment aber so meine Bedenken. Sag mal etwas gutem Willen 50:50 für die Meisterschaft... Und dann nochmal 50:50 in der Relegation. Ergäbe 25 Prozent "Aufstiegswahrscheinlichkeit"...

In diesem Sinne: Pack ma's an: Zumindest wir Fans sollten und werden weiterhin alles dafür tun, dass es am Ende klappt. Und dann wird man sehen. Ach ja: "Ein, zwei Bierchen" am Rathausbalkon am 27. Mai wärn schon geil! Wollte den Roten schon immer mal zeigen, wie Feiern in München wirklich geht! :mrgreen:


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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » So 4. Mär 2018, 07:41

Auch der legendäre Werner Lorant hat eine Meinung dazu:

Die Abendzeitung hat heute (02.03.18) ein Interview mit Ex-Löwen-Trainer Werner Lorant veröffentlicht. In diesem Gespräch äußert er sein Vertrauen in "seine" Entdeckung Daniel Bierofka.

Ex-Trainer des TSV 1860
Lorant stärkt Löwen: "Warum sollten sie es nicht schaffen?"

https://www.abendzeitung-muenchen.de/in ... 75498.html


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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von tomandcherry » So 4. Mär 2018, 09:39

@ Sechzig_Ist_Kult

Sehr, sehr gut analysiert und geschrieben, Kollege. ;-)

Ich kann mich auf ein paar wenige Worte beschränken: Wenn am Dienstag gegen Buchbach nicht gewonnen werden sollte, BRENNT DER BAUM!

Ein Spezl von mir hat mir gestern eine SMS geschickt, dass wir schon mal dreizehn (!) Punkte vor den "Roten" standen. Jetzt sind's bei Gleichstand der bislang absolvierten Spiele nur noch vier.

Dass ebenfalls am Dienstag Schweinfurt daheim gegen "Rot II" antritt, ist eine weitere Kuriosität dieser an Spieltagsverlegungen nicht gerade armen RL Bayern. Zwei Konkurrenten nehmen sich in diesem Spiel gegenseitig Punkte ab - egal wie es endet. Tendenziell wäre mir ein Schweinfurter Heimsieg etwas lieber, denn dann hätten die "Schnüdel" mit 41 Punkten wieder etwas Anschluß an die oberen Plätze, während sie bei einer Niederlage wohl kaum noch realistische Chancen auf den Platz an der Sonne hätten.

Dennoch muss gegen Buchbach zwingend ein Löwen-Heimsieg her, egal wie. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann...


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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » So 4. Mär 2018, 09:52

Merce, Kollege tomandcherry! :thup: Kann Dir ebenfalls nur beipflichten.

Das mit den 13 Punkten (bereinigt um die Differenzen bei der Anzahl der Spiele) hab ich auch so im Kopf, zeigt aber wie stark und wie schnell sich der Trend in Wirklichkeit abgespielt hat. Den kann man wohl nur stoppen, in dem man selbst dagegen steuert. Sprich Punkten, punkten, punkten. Auf einen Einbruch der Roten würd' ich nicht hoffen. Die machen mir echt die größten Sorgen. Fast noch mehr als die Relegation...

Auf jeden Fall wäre mir ein Sieg der Schnüdel lieber! Ich halte die Roten für klar stärker. Und wenn uns Schweinfurt noch abfängt, dann ist gefühlt eh alles zu spät. Es sei denn es passieren - zumindest für mich - völlig unvorhersehbare Dinge. Sprich Wir UND Bayern vergeigen es reihenweise PLUS Schweinfurt bekommt nen Lauf. Kann mir ja jedes für sich allein schon ned vorstellen...

Da mit Buchbach hast Du wohl recht. Würde uns zwar in dem Fall nicht helfen, ist aber wohl unvermeidlich. Ich denke aber weniger im Stadion als im Umfeld... Die Erwartungshaltung ist halt schon wieder mal sehr hoch.


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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von tomandcherry » So 4. Mär 2018, 10:25

Sechzig_Ist_Kult hat geschrieben:
So 4. Mär 2018, 09:52
Die Erwartungshaltung ist halt schon wieder mal sehr hoch.
Das würde ich so nicht unbedingt sagen. "Sehr hoch", weil man - aktuell nach wie vor Tabellenführer, auch wenn's leistungsmäßig nicht immer "top" war - die RL Bayern-Meisterschaft erwartet? Mit Spielern, die größtenteils letzte Saison schon in der 2. Mannschaft für gute Leistungen gesorgt haben bzw. bereits in Bundesliga oder 2. Liga aufgelaufen sind?

Ich bin ganz bestimmt kein sog. "Erfolgsfan" und halte den Münchner Löwen seit 1977 die Treue (also mittlerweile mehr als 40 Jahre), aber ich kann nicht sagen, dass es eine "sehr hohe Erwartungshaltung" wäre, wenn man mit den Rahmenbedingungen (Stadion, Fans, Euphorie, Trainer, Kader) nicht wenigstens die Meisterschaft erringen sollte. Die Relegation ist nochmal was anderes. Da gibt's in zwei "Hopp oder Topp"-Spielen etliche Kriterien, die über Wohl oder Wehe entscheiden können.

Aber ich finde nicht, dass man die Erwartungshaltung unterhalb des RL Bayern-Meistertitels ansetzen sollte. Oder willst Du behaupten, dass Platz 2, 3, 4... als formuliertes Saisonziel realistischer gewesen wäre? Dann wären vielleicht nur noch 5.000 Unentwegte in's Greawoida gekommen, weil die anderen - vollkommen zurecht - gesagt hätten "Na wenn die mit dem Kader nicht mal die Meisterschaft als Ziel ausgeben, dann brauch' ich mein Geld auch nicht dahin zu tragen"?

Es kann nur das Primärziel "Meisterschaft - Aufstiegsrelegation - hoffentlich Aufstieg in die 3. Liga" geben. Alles andere wäre vollkommen unrealistisch und nur weiteres Wasser auf die Mühlen derjenigen, die "im anderen Blog" ständig davon fantasieren, dass Reisinger, Drees und Beer einen Aufstieg unter allen Umständen vermeiden wollen.

60 München gehört nicht in die RL Bayern, sondern sollte mind. in der 3. besser noch in der 2. Liga spielen. Das sind auch keine unrealistischen Hirngespinste, sondern durchaus erreichbare sportliche Ziele. Dass es natürlich nicht locker, leicht und lässig mit 38 Siegen und 100:18 Toren sein wird, ist vollkommen klar. Aber etwas mehr an spielerischer Substanz und Nervenstärke darf es ab sofort dann schon noch sein. Sonst sehe ich das bittere Ende schneller auf uns zukommen, als wir "Grünwalder Stadion" singen können.


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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » So 4. Mär 2018, 10:45

Hi, bitte nicht falsch verstehen. ::-): Die Erwartungshaltung ist hoch. Sie ist aber natürlich schon auch berechtigterweise sehr hoch. Sechzig muss hoch, so schnell wie möglich! Aber eben auch wirtschaftlich vernünftig. Der Weg passt, jetzt soll/wird es hoffentlich die Mannschaft richten. Auch da liegen wir gar nicht weit auseinander.

Problem ist halt viel mehr, dass alles außer Platz 1 in dieser Liga am Ende "eine Niete" ist. Insofern MUSS die Erwartungshaltung so hoch (Meisterschaft) sein. Natürlich muss das Ziel der Aufstieg sein, darüber brauchen wir nicht reden. Wir sind Sechzig und Sechzig hat in der Regionalliga dauerhaft nix zu suchen.

Nur wenn jetzt das Umfeld nervös wird, Unruhe reinbringt und unnötigen Druck aufbaut, hilft man halt sicherlich auch niemandem. Für mich wäre es eben auch bei potentiell weiteren weiteren Misserfolgen wichtig, Mannschaft und Trainerteam in Ruhe arbeiten zu lassen und den Verantwortlichen eine faire Chance zu geben. Fair heißt halt im Hinblick auf die Schwere der Lage ggf. auch mehr als nur eine Saison unter bekanntlich nicht so einfachen Bedingungen. Ich denke, im Verein wissen wirklich alle über die Bedeutung des Aufstiegs Bescheid. Und fehlendem Einsatz/Kampf kann man den Spielern wahrlich nicht vorwerfen. Auch bei den Verantwortlichen habe ich den Eindruck, dass sie unter den Bedingungen einen formidablen Job machen und sich sehr für eine erfolgreiche Löwen-Zukunft engagieren. Und dafür, dass wir mit den Roten eine inzwischen brutal starke Konkurrenz haben, kann von uns halt auch keiner was. Dass es in den Folgejahren nicht einfacher wird, wissen wir alle. Ggf. wären zumindest die Roten dann weg.


Wesentlich ist hier also wie mit der Erwartungshaltung umgegangen wird. Wenn bei den ersten Misserfolgen, durch die Platz 1 in Gefahr gerät, gleich wieder auf alle (Spieler, Trainer, Verantwortliche...) eingedroschen wird und man erneut alles infrage stellt, wird auch nix besser. Ich sage das bloß, weil wir da grundsätzlich immer recht schnell dabei sind mit sowas... Indem man Ruhe bewahrt, hilft man der Mannschaft wohl am meisten.

PS: Ich wollte Dich hier übrigens in keiner Weise kritisieren, nur falls das falsch rüberkommen ist. Ich hatte das evtl. etwas unglücklich formuliert. Du hast absolut recht, mit dem was Du schreibst.


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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von swaltl » So 4. Mär 2018, 12:02

Zum Thema "die anderen holen bedenklich auf:
Nach dem 18. Spieltag hatten wir drei Punkte Vorsprung. Acht Spieltage später sind es nun vier Punkte. Da sieht meine Statistik doch besser aus als deine. :nana:
Also hat in den letzten acht Spieltagen nur die zweite Mannschaft von Bayern aufgeholt. Wenn man mal schaut, gegen wen die Roten als nächstes spielen würde es mich wundern, wenn sie da nicht Punkte liegen lassen. Als nächstes geht es gegen Schweinfurt, dann gegen Augsburg II (da haben die Roten im Hinspiel 1:5 verloren) und Nürnberg II. Da glaube ich nicht, dass sie alle Spiele gewinnen.

Wir hingegen haben als nächste Gegner Buchbach, Seligenporten und Unterföhring. Gegen alle drei Spielen wir im Sechzgerstadion, wo wir bis auf eine Niederlage im Derby und ein 0:0 gegen Ingolstadt II bisher immer gewonnen haben, meistens sehr souverän. Wenn sie bei uns spielen, dann stehen die kleineren Gegner wohl so tief hinten drin, dass wir "leichtes Spiel" haben. Außerdem ist bei unseren Spielen nach dem Spiel in Nürnberg und der Pause bis Dienstag bestimmt deutlich zu merken, dass sie es besser machen wollen.
Ich bin der Meinung, dass wir in den nächsten drei Spielen (wenn sie hoffentlich stattfinden) unseren Vorsprung wieder ausbauen können. Wichtig wird es dann in Ingolstadt. Da sollten wir auf jeden Fall gewinnen.

Bei Görlitz hsb ich schon öfter gelesen, dass er vielleicht schon gegen Buchbach, wahrscheinlich aber eher gegen Seligenporten am 09.03. zum Debüt kommt. Bei Karger dürfte es auch nicht mehr allzu lange dauern, auch Helmbrecht könnte bald wieder dabei sein. Bleibt nur Gebhart, wo man überhaupt nicht weiß, wann er zurück kommt.
Gorenzel hat dem Münchner Merkur bestätigt, dass Karger gegen Buchbach wieder dabei ist. Somit kann Steinhart den gesperrten Weber ersetzen. Und im defensiven Mittelfeld könnte man für Berzel Nico Andermatt spielen lassen. Der ist auch eher ein offensiverer Spieler und könnte möglicherweise gut mit Seferings zusammen passen. Wenn wir Seferings noch ein paar Spiele zur Eingewöhnung nach der langen Pause geben dann glaube ich, dass er die große Entdeckung der Rückrunde sein.
Gespannt bin ich ehrlich gesagt auch, ob Noel Niemann in der Rückrunde eingesetzt wird. Der hat mir bei den Testspielen sehr gut gefallen und hätte sich einen Einsatz bei den Profis durchaus verdient. Ich glaube, dass er zumindest ein paar Mal eingewechselt wird.


Was mich ehrlich gesagt ziemlich stört: Vor dem Spiel in Nürnberg hieß es noch, wir wären souveräner Tabellenführer. Und nur weil wir beim Tabellenzweiten Unentschieden gespielt haben klingt es jetzt so, als ob die Welt untergegangen wäre. Wenn man die Kommentare der letzten Tage auf der Facebook-Seite von 1860 anschaut und die Artikel der Presse nach dem Spiel, vor allem bei der Abendzeitung, dann könnte man echt meinen, dass wir in Nürnberg 0:10 verloren haben. Klar, dass Spiel in Nürnberg war nicht gut. Aber so schlimm wie überall herbeigeredet sehe ich es nicht.
Aber das ist auch etwas, das typisch Sechzig-Fan ist. Wenn wir gewinnen, dann steigen wir auf und kaufen einen Brasilianer. Wenn wir nicht gewinnen, dann ist klar, dass es so eh nichts wird. Ich kenne es zumindest bei Sechzig nicht anders.

Ich weiß nicht wann, aber irgendwann in den letzten Jahren ist der große Optimismus, der früher typisch für die Löwenfans war, bei den meisten Anhängern verloren gegangen.
Früher haben die Löwenfans selbst an fast unmögliche Dinge geglaubt. Mein Vater hat schon öfter erzählt, dass 1977 nach dem 0:4 in Bielefeld in der Aufstiegsrelegation zur ersten Liga vor dem Rückspiel nichts zu spüren war, dass die Sache eh schon verloren wäre. Da war eher ein "jetzt erst recht" zu erkennen. Und spätestens nach dem 1:0 im Rückspial hat wohl jeder an das unmögliche geglaubt.
Und 1994 ist auch jeder Sechzger mit der Überzeugung, dass wir aufsteigen, nach Meppen gefahren. Da hat auch keiner gezweifelt, dass wir es schaffen
Vor drei Jahren hat es in der Relegation gegen Kiel ja auch noch geklappt. Da hat man in den letzten Minuten immer noch an den Sieg geglaubt und wurde am Ende belohnt. Bei der Relegation gegen Regensburg war das hingegen überhaupt nicht mehr der Fall. Wobei ich da selbst zugeben muss, dass ich nach dem verlorenen Hinspiel überhaupt nicht mehr an den Klassenerhalt geglaubt habe.
Allerdings hab ich, im Gegensatz zu machen anderen, meinen da verloren Optimismus sehr schnell wieder gefunden. Ich hab mir schon am nächsten Tag nach dem Abstieg gedacht, dass das auch eine Chance ist, um für einen Neustart Anlauf zu nehmen. Der Absturz in die Regionalliga hat mich deshalb auch nicht mehr wirklich erschüttert (was mich zugegebenermaßen selbst gewundert hat).
Vielleicht solltet ihr auch mal nach eurem Optimismus suchen. (Hoffentlich liegt er nicht noch in der Allianz Arena :lol:) Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es sich mit Optimismus deutlich besser lebt als ohne.

Ich bleibe auf jeden Fall weiter optimistisch. Auch wenn ich da vielleicht hier momentan fast der einzige bin. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir es schaffen.
Und weil du meinst, dass du mir meinen Optimismus nicht nehmen willst: Das kannst du schon versuchen, aber du wirst es garantiert nicht schaffen. 😉


Ein Herz für die Löwen,
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Es ist unbestechlich,
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tomandcherry
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Re: 1860 Prozent für Sechzig - der Aufstiegskampf 2017/18

Beitrag von tomandcherry » So 4. Mär 2018, 14:56

@ Sechzig_Ist_Kult und Sebastian

Ich hab‘ mich bzw. meine Aussagen überhaupt nicht von Dir kritisiert gefühlt, Sechzig_Ist_Kult, also alles im grünen (oder besser: weiß-blauen ;-) ) Bereich.

Das Schöne hier im LM-Forum ist doch die entspannte und absolut faire Diskussionskultur. Im Gegensatz dazu eine andere, durchaus populäre Website,bei der mir irgendwann das unreflektierte Gemaule gegen den Strich gegangen ist. Mittlerweile geht mir das „good cop / Bad cop“-Getue dort komplett am Allerwertesten vorbei. Dort kann man es sowieso niemandem recht machen, denn jeder scheint die Wahrheit für sich gepachtet zu haben.

Ich sehe alles relativ nüchtern, auch wenn das in Bezug zu 60 München eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit ist. ;-) Der sportliche Abstieg in der Relegation hat mich zwar einerseits hart getroffen, aber im Endeffekt war es nur die logische Konsequenz aus den zahlreichen Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre. Und ja, ich habe mich damals im Relegstionsrückspiel gegen Kiel live im Stadion gefreut, als wenn wir gerade Deutscher Meister oder Champions League-Sieger geworden wären. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, aber das werden unsere „roten Freunde“ niemals auch nur ansatzweise verstehen.

Dennoch habe ich bereits damals die Meinung vertreten, dass Relegation Mist ist, denn letzten Endes wären wir bereits damals der verdiente Absteiger und Kiel der ebenso verdiente Aufsteiger gewesen, denn eine ganze Saison wird komplett auf den Kopf gestellt, nur weil wegen des TV-Vermarktungs-Faktors weitere „spannende Spiele“ übertragen werden müssen. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.

Dass wir gegen den Jahn „fällig waren“, war im Endeffekt nur die Gerechtigkeit, die Kiel zwei Jahre vorher nicht vergönnt war. Und jetzt schau mal auf die aktuelle Zweitligatabelle und wo sich Kiel und Regensburg mittlerweile befinden. Selbst der Aufstieg in die BuLi ist für beide Mannschaften kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Bei 60 sehe ich trotz eines „back to the roots“ weiterhin einige gravierende Probleme, die meinen Blick in die nähere Zukunft nicht vollkommen ungetrübt lassen. Das interne „Zwei-Kasten-System“ ist wohl das gravierendste dabei. Einerseits die bodenständigen und auf langsamen Neuaufbau bedachten „e.V.ler“, auf der anderen Seite die „überzeugten Hasanisten“, die nach wie vor an diese ganzen Träumereien von eigenem Stadion und Champions League-Teilnahme träumen.

Dass die KGaA eine Schuldenlast (er-)drückt, ist ein zweites Problemfeld. Wie sollen diese immensen Schulden jemals getilgt werden können? Das kann unter halbwegs normalen Bedingungen gar nicht funktionieren. Wie auch?

Und das rein Sportliche lässt mich auch nicht gerade in Freudentaumel verfallen, denn ehrlicherweise würde ich schon gerne eine verbesserte Performance gegenüber der unter denkbar ungünstigen Bedingungen gestarteten Hinrunde sehen, bei der man so einiges unter „erschwerten Anfangsbedingungen“ entschuldigen konnte. Nach zwei Dritteln der Saison sehe ich davon leider wenig, allerdings sehe ich noch etliche harte Brocken auf uns warten und zwar überwiegend auf deren Plätzen.

Dass sich manche Statistik besser anschauen lässt, als eine andere zum selben Thema, ist keine große Überraschung, Sebastian. ;-) Deshalb sollte man nicht jeden statistischen Kniff überbewerten, sondern einfach die Leistungen, die in diesen Spielen abgeliefert wurde, für sich sprechen lassen. Und auch da gibt‘s ziemlich konträre Ansichten, wie man anhand der Bewertung des Nürnberg-Spiels sehr gut sehen kann.

Im Endeffekt wird alles auf dem Platz entschieden. Dort liegt sprichwörtlich die Wahrheit. Und wenn es am 38. Spieltag nach Abpfiff aller Begegnungen (nicht) für die RL Bayern-Meisterschaft reichen sollte, dann ist das ein Ergebnis aus 38 absolvierten Ligaspielen und hat eine Aussgekraft, die wohl keiner anzweifeln wird.

Umso schöner, wenn wir von ganz oben grüßen würden und dadurch die Chance auf den Drittligaaufstieg per Relegation erhalten würden. Andererseits kein Weltuntergang, wenn wir es nicht packen sollten. Das Leben geht und die Welt dreht sich dann trotzdem weiter. Und das ist eigentlich auch eine schöne Erkenntnis. ;-)


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