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Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

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Sechzig_Ist_Kult
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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » Do 17. Mai 2018, 17:09

Hey tomandcherry, schön mal wieder von Dir zu hören! Ein Kommentar, wie er gefühlt nur von Dir geschrieben sein kann :mrgreen:

Im Ernst, Du hast natürlich völlig recht damit, dass der Aufstieg keinesfalls in trockenen Tüchern ist. Da bin ich absolut bei Dir. Um das Phrasenschwein zu beglücken: Ich wiederhole mich da ja, aber am Ende wird das Ding über die mentale Stärke, die Tagesform und das Spielglück entschieden. Rein qualitativ sehe ich beide Mannschaften zu eng beieinander. Wir sprechen immer noch von Saarbrücken und nicht von Real oder Barca. Zum Etat-Unterschied: Für mich sind das erstmal nur Zahlen... Dass Vereine mit viel Etat nicht zwangsläufig oben, bzw. wenig Etat immer unten stehen müssen, haben wir letzte Saison mehr als eindrücklich gezeigt. Oder nimm Freiburg und Wolfsburg in der BuLi - Grenzt schon an Wahnsinn, dass Freiburg VOR VW steht... und das zweite oder dritte Mal in Folge... Ich sehe das wie Reisinger und Gorenzel: 50:50!

In meinem Kommentar ging es mir allerdings ähnlich wie bei einer Vision um eine sehr langfristige Perspektive (völlig unabhängig davon, ob der Aufstieg nun gelingt oder nicht. Nur auf lange Sicht (das wann ist mir an dieser Stelle mal egal) muss eben doch mindestens die zweite Liga unser Anspruch sein, auch in dem Bewusstsein, dass die (Fußball- bzw. Löwen-)Welt bis dato (erneut) gänzlich anders aussehen kann. Aber auch hier gilt: Nichts überstürzen und alles nachhaltig und mit wirtschaftlicher Vernunft. Hilft imminent dabei, Kohle zu sparen und im Endeffekt TATSÄCHLICH Erfolg zu haben. Zumindest solang man nicht gleich vom internationalen Fußball spricht. Insofern halte ich unsere das Vorgehen unserer aktuellen Verantwortlichen auch für tatsächlich "Team Profifußball"-like. :thup:
tomandcherry hat geschrieben:Also mir kommt es immer so vor, dass der Stadt ziemlich egal ist, was rund um Sechzig passiert. Nach dem Motto "Was wollen die eigentlich? Sind - momentan - Viertligist, dürfen das GWS nutzen und sind doch nie zufrieden. Die sollen erstmal ihre internen Probleme lösen, einen glaubwürdigen Vertreter für sämtliche Belange, die eine Zusammenarbeit mit der Stadt München betreffen, benennen, der dann auch mal länger als max. zwölf Monate als Ansprechpartner fungiert und ansonsten sollen sie die Klappe halten." Welche Lobby bzw. welchen mächtigen Fürsprecher hat 60 denn? Den Roten wird der rote (sic!) Teppich ausgerollt und der Herr Oberbürgermeister wird jeden Termin absagen, wenn einer der Herren des FCB ein Gespräch mit ihm will.
Naja, meines Wissens gibt es in München zumindest mal rund 100.000 Löwenfans. Sind doch eine nicht völlig unerhebliche Menge an Wählerstimmen dabei, die wohl so ziemlich jeder Politiker ganz gerne mitnehmen würde... Ansonsten geht mir das allerdings schon ähnlich wie Dir. Da haben andere Vereine, wie Lautern, die Nr. 1 (bzw allein) in ihrer Stadt sind, natürlich ganz andere Möglichkeiten. Aber jammern hilft uns auch nicht weiter. Auch wir Fans sind in der Verantwortung, der Stadt Spiel für Spiel (plus darüber hinaus) geschlossen zu zeigen, wie wichtig wir für die Stadt München und ihre Menschen und Menschinnen sind. Als fannaher und identitätsstiftender Münchner Traditionsclub (Markenidentität & Markenstärke), der als Gegenpol zum roten Erfolgs- und Kommerzverein, einfach eine andere Zielgruppe anspricht, die ebenfalls "bedient" werden möchte und sollte. Und auch welche Rolle das GWS dahingehend bei der Profilbildung für uns spielt. Und dabei sind wir zumindest auf einem guten Weg. Wirtschaftlich wird man mit dem GWS sicherlich keine Bäume ausreißen, aber lieber kleine/feine Gewinne (!!) als das Millionengrab (und Stimmungskiller) AA. Auch das Oly ist fernab der 1. Liga zu groß für uns und damit wahrscheinlich auch wieder zu teuer.

tomandcherry hat geschrieben:Wir müssen definitiv "kleine Brötchen backen", sonst ist die Tür beim Herrn Oberbürgermeister ganz schnell zugeschlagen und geht wahrscheinlich nicht mehr so schnell für uns auf.
Jepp, sehe ich ganz genauso. Nochmals das viel zitierte Stichwort "Scheibchentaktik". Die Kosten langfristig verteilen zu können, ist sicherlich kein Nachteil. Und insgesamt käme ein Umbau des Sechzgerstadions mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit immer noch günstiger als ein Neubau. Und ohne andere externe Geldquelle (so wie es Stand jetzt ja aussieht) kommen wir - als hochverschuldeter Club - um die Unterstützung durch die Stadt ja ohnehin nicht drumrum. Die existierenden Problembereiche des GWS Verkehr und Lärm kann/könnte man durch das Kombiticket bzw. ne Vollüberdachung ja ganz gut lösen.

Ich denke zwar, dass uns die Stadt an sich ganz gerne im Oly hätte, allerdings ist das aus wirtschaftlicher sowie aus Fan- und Markenperspektive für mich so gar keine Option. Vollüberdachung gibts wie mehrfach erwähnt auch nicht, Logen ebenso wenig. Und genau das muss man nun der Stadt glaubhaft rüberbringen. Ansonsten denke/fürchte ich, landet man früher oder später "ganz von allein" wieder im Oly... Wie das dort mit der Spielgenehmigung für die 2. Liga aussehen würde, hängt dann zudem von der DFL ab. Die ermöglicht Sondergenehimgungen bei Nichteinhaltung der Statuten bislang relativ strikt nur bei Vorhandensein von konkreten Aus- bzw. Umbauplänen. Und einen grundlegenden Umbau des Oly halte nicht nur ich für nahezu ausgeschlossen. Und Fakt ist, dass auch hier erstmal Kosten im Millionenbereich anfallen würden, um das Stadion überhaut wieder fußballfit zu machen (auch wenn diese sicherlich günstiger wären als ein Neubau bzw. Umbau des GWS).


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von tomandcherry » Fr 18. Mai 2018, 08:40

@ Sechzig_Ist_Kult

Servus S_I_K (nicht: SEK... :lol: )

Macht immer wieder Spaß mit Dir die Meinungen auszutauschen. Auch wenn wir nicht immer 100 % auf einer Wellenlänge liegen.

Was mir nicht nur bei Dir, sondern bei relativ vielen Löwen-Fans auffällt, dass Du/Ihr immer auf die große Anzahl von 60er-Fans (Du nennst rund 100.000 alleine in München) verweist und die "Abgrenzung zum Kommerz-Unternehmen aus der Säbener Str.".

Also erstens kann ich nicht nachvollziehen, woher Du die Anzahl von 100.000 Löwen-Fans in/um München hernimmst? Gibt's da irgendeine belegbare Quelle, dass es tatsächlich ca. 1/10 der Münchner Gesamtbevölkerung sein sollen? Kann ich mir irgendwie gar nicht vorstellen. Wenn ich meine Heimat (bayer. Oberland) als Maßstab nehme, dann kommt es mir so vor, als wenn 60er-Fans hier "die Exoten" unter den Fußball-Anhängern wären? Natürlich ist das (m)ein rein subjektiver Eindruck, aber die "Roten" stellen hier m.M. nach die ganz klare Mehrheit. 60er-Fans muss man fast schon mit der Lupe suchen.

Aber selbst wenn Deine Zahl für München annähernd so hinkommt (1.000 mehr oder weniger spielt keine Rolle), dann muss das im Umkehrschluß doch nicht heißen, dass der Herr Oberbürgermeister daraus Wählerstimmen ableitet, die er gerne bekommen würde? Der Herr Reiter ist "doppelt rot", d.h. nicht jede(r) Löwen-Fan wird ihm bzw. seiner Partei (SPD) die Stimme geben, weil halt nicht jede(r) den Herrn Reiter bzw. seine Partei sympathisch bzw. wählenswert findet. Es wird z.B. auch CSU-Wähler (und andere Parteien) unter den 60er-Fans geben. Ich würde meine Zustimmung auch nicht davon abhängig machen, ob der rote OB von München das ein oder andere "Zuckerl" für 1860 bereit hält. Da sind ganz andere Dinge entscheidend, gerade in einer von Problemen jeglicher Art und Umfang geplagten Stadt wie es München nun einmal ist.

Dass die Vision, 60 wieder mittel- bis langfristig in die 2. Liga zu hieven, eine sehr gute, weil m.E. realistische ist, möchte ich hier nochmal ausdrücklich betonen. Trotzdem habe ich persönlich den Eindruck, dass vielen Löwen-Fans gar nicht mehr in den Sinn kommt, dass die Relegation noch nicht erfolgreich überstanden ist. Kürzlich unterhielt ich mich mit einem Bekannten, der ebenfalls jahrzehntelanger Löwen-Fan mit Jahreskarte ist und der auch in dieser Saison bei etlichen Heimspielen vor Ort war. Er teilt meine Meinung, dass so gut wie jeder den Drittliga-Aufstieg von 60 erwartet. Ich bin da ziemlich skeptisch, denn spielerisch hat mich die Mannschaft so gut wie niemals überzeugen können. Und ein 5:0-Heimsieg gegen Illertissen sagt über unsere Stärke genauso wenig aus, wie die 1:3-Derby-Niederlage. Allerdings kann ich auch Saarbrücken nicht wirklich einschätzen.

Du schreibst, dass Dir das "Wann relativ egal ist", bezogen auf eine Rückkehr in die 2. Liga. Diese Ansicht teile ich nicht. Es ist schon schwer genug die Massen für eine mögliche zweite Saison RL Bayern zu begeistern. Du wirst sehen, dass im Falle eines Scheiterns in der Relegation, bereits ein Euphorie-Dämpfer einsetzen wird. Wobei ich "Euphorie" in der vergangenen RL-Saison sowieso nie verspürt habe, dazu war mir der Viertliga-Fußball gegen die sog. "Freizeit-Kicker-Mannschaften" viel zu wenig anspruchsvoll bzw. interessant. Auch wenn es sich überheblich anhören mag, aber ich kann mich nicht darüber freuen, wenn wir Buchbach, Garching, Schalding-Heining oder Pipinsried besiegen. Selbst in der 3. Liga gibt's dann schon Mannschaften, die wesentlich mehr darstellen, z.B. Osnabrück, Preußen Münster, Hansa Rostock. Auch Unterhaching ist eine ganz andere Liga als die von mir genannten Regionalligisten. Also eine weitere RL-Saison würde m.M. nach für ein deutliches Abkühlen der Stimmung sorgen.

Zum Stadion: Ich bin ja kein Experte für Stadien-Umbauten und kenne die so häufig genannten Probleme rund um das "Greawoida" nicht, als dass ich mir dazu eine fundierte Meinung bilden kann. Ein Ausbau auf 20.000 wäre evtl. noch halbwegs umsetzbar, wobei sich dabei schon die Frage nach der Bezahlung dieser sicherlich im Millionen-Bereich befindlichen Kosten stellt. Wieso sollte es die Stadt (komplett?) übernehmen? Wie sollte 60 diese Summe stemmen? Alles, was jenseits der 20.000-Grenze ist, bringt automatisch wieder das Oly ins Gespräch. Wie sieht es dort jedoch mit der grundsätzlichen Erlaubnis aus, wieder regelmäßig Fußballspiele (also alle zwei Wochen im Liga-Betrieb) dort abhalten zu dürfen? Ist das nicht bereits mit dem Abschluß der Arena-Verträge vor Baubeginn ein für allemal ausgeschlossen gewesen? Hat sich daran mittlerweile irgendetwas geändert? Ich weiß es nicht.

Davon abgesehen spielen so viele verschiedene Faktoren in das Thema "Stadion für 60 München" hinein, dass es eine "neverending story" zu werden scheint. Neben der Stadt München hat ja auch die DFL ein Mitbestimmungsrecht, möchten die Fans gewisse Forderungen erfüllt sehen, ist die Finanzierung ein Riesen-Problem usw.

Wie auch immer es nach der Relegation für 60 weitergehen wird, die Baustellen sind vielfältig und ich bezweifle, dass in absehbarer Zeit Ruhe in den Verein einkehren wird. Die tief gespaltene Fan-Szene wird dies nicht zulassen. Aber ein innerlich zerrissener Verein hat es m.E. sehr schwer, dauerhaft sportlichen Erfolg und wirtschaftliche Konsolidierung zu erreichen. Das ist traurig, aber leider wahr.


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von Konterhoibe » Fr 18. Mai 2018, 11:17

Ich finde in der Stadiondiskussion kann man die Stadt durchaus ordentlich einbeziehen. Auch die Stadt hat hier Verpflichtungen.

Der FCB wird hofiert und bekommt alle Unterstützung, als älterer Verein in München dürfen wir das durchaus auch erwarten finde ich.

Ich will jetzt nicht behaupten das die Stadt nie etwas tun würde, aber da ist schon Luft nach oben. Klar, wenn ein Ausbau des GWS vielleicht doch Realität werden würde, dann müssen wir uns daran genauso beteiligen und einen Beitrag leisten, Geschenke braucht man nicht erwarten.

Dennoch, die Stadt hat da auch ihre Interessen. Und wenn die Stadt sagt wir MÜSSEN ins Oly, dann muss die Stadt da ordentlich investieren bzw. die Olympiapark GmbH um den Fußball da möglich zu machen. Aus meiner Sicht ist das Oly im moment, und rein vom Zustand her, für die nächsten paar Jahre nicht mal im Ansatz eine Alternative.

Siehe dazu: https://www.tz.de/muenchen/stadt/muench ... 85422.html

Das GWS hingegen ist in Benutzung und schon auf die 3. Liga ausgelegt. Hizukommt für mich das es ja schon einmal Pläne gab wie ein Umbau möglich gewesen wäre, auf denen könnte man bestimmt aufbauen (auch wenn da sicher vieles geändert werden müssten bzgl. neuer Bauvorschriften etc.).

Was man auch nie vergessen darf: unser Zuschauerschnitt in der 2. Liga lag so ca. bei 20.-25.000 (und das meist nur weil am Ende Tickets verschenkt wurden und zu den "Wichtigen" Spielen alle möglichen Leute kamen).

Bei den "normalen" Heimspielen waren meist so zwischen 15.-18.000 Leute im Gummiboot. Das 12.500 bzw. dann 15.000 zu wenig sind ist klar. Ein Stadion mit 20.-25.000 würde ich für die richtige Größe halten. Evtl. bei notwendigkeit 30.000 aber das ist auch schon wieder was wenn wir irgendwann mal Höherklassig spielen sollten, und zwar dauerhaft.

Im Moment sind das alles nur Gedankenspiele, als erstes müssen wir ma das Sportliche erledigen, und das wird schwer genug.


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Stepanek
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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von Stepanek » So 20. Mai 2018, 00:10

Darf ich mich kurz in die Diskussion mit einschalten.

Die LHSt München hat derzeit 1,5 Millionen Einwohner, das Umland, also die Landkreise um München herum, haben zusammen ebenfalls ca. 1,5 Millionen Einwohner. Das bedeutet im Großraum München leben etwa 3 Millionen potentielle Löwen-Fans. Legt man die Metropolregion München zu Grunde wären es sogar ca. 6 Millionen.

Darüber hinaus wäre eine Analyse, wer ist denn überhaupt als Fan zu bezeichnen, durchaus interessant. Bei dem anderen Verein aus München gehe ich davon aus, dass die Anzahl der wirklichen Fans auch nicht viel größer ist, als bei den Löwen. Den Rest halte ich für Event-Fans, Adabeis und Groupies, welche Motive die auch immer haben. Vielleicht auch nur aus dem Grunde, weil es alle machen.

Mir sind sehr viele Menschen bekannt, die große Sympathien für die Löwen haben, aber aus vielen Gründen trotzdem nicht zu den Spielen kommen. Sicher hat das "Kasperle-Theater" der letzten Jahre viele vergrault. So wenige sind wir also gar nicht, wir müssen sie nur wieder richtig motivieren.

Jetzt aber zur Stadiondiskussion: Eine Ertüchtigung im Bereich bis ca. 20.000 Zuschauern ist ja nicht nur realistisch, sondern es gibt wohl auch schon Konzepte dafür. Aber dann ist wohl erst einmal Schluss und für uns bedeutet das, es ist nur 3. Liga möglich. Bei der aktuellen Bausubstanz sehe ich einfach keine Möglichkeit auf eine baurechtlich mögliche, DFB-regelkonformen Renovierung und Erweiterung des GWS. Und von der Finanzierung möchte ich gar nicht reden, wir können hier nicht einfach die Stadt alleine in die Verpflichtung nehmen. Es ist nicht deren Hauptaufgabe einem Wirtschaftsunternehmen (und das ist die KGaA nun mal) alles möglich zu machen und die Kosten zu übernehmen.

Was bleibt als Alternative? Das Oly, nein für mich aus vielen Gründen ausgeschlossen. Hohe Umbaukosten, Architekten-VETO, kein Fußball-Stadion, zu groß für uns etc. Davon abgesehen, ich würde dort als Zuschauer nicht mehr hin wollen.

Für mich die einzige Lösung, ist aber leider derzeit völlig unrealistisch, ein Neubau! Solange HI bei uns beteiligt ist wird es keinen Weg dahin geben. Er ist ein unzuverlässiger Partner, der in München schon zu Misstrauen hinterlassen hat. Kein seriöser Investor, Sponsor etc. wird in eine Stadion-Projekt investieren, wenn HI dabei ist. Also wäre für mich der erste und wichtigste Schritt, HI müssen die Anteile abgekauft werden. Aber das hat nur HI selbst in der Hand. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es ausreichend interessiert Menschen und Unternehmen gibt, die ein Stadion finanzieren würden. 30-35.000 Zuschauer, das reicht völlig für uns aus.

Aber, die Zeit läuft uns bei einem Neubau langsam schon etwas davon, die Planungen und Vorbereitung müssten sehr zeitnah beginnen, da sich ein solches Projekt ja nicht in 2-3 Jahren realisieren lässt. Und eine Ausnahmegenehmigung, für den Aufstiegsfall, gibt es ja nur, wenn man schon etwas in Bau hat und spätestens ein Jahr später fertig werden sollte.

Aber jetzt erst einmal, alle Energie auf den Aufstieg konzentrieren, dann schaffen wir das auch. ELIL


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » Fr 29. Jun 2018, 18:15

Zum Stadionthema: Kann den Ansichten des „Team Profifußball“ für meinen Teil nur entschieden widersprechen. Meiner Meinung nach ist die Stadt nicht unbedingt in einer Situation der Bringschuld. Wir haben damals mit der AA bereits ausgiebige Unterstützung erhalten. Dass das nun nicht funktioniert hat, kann man kaum der Stadt zum Vorwurf machen. Es kann auch nicht die Pflicht der Stadt sein, uns alle 15 Jahre bei einem Stadion zu unterstützen. Und so einfach ist die Sache mit dem GWS, v.a. im Hinblick auf die Anwohner und ihre Rechte (und vermutlich auch auf die Finanzierung), für die Stadt halt einfach wirklich nicht.

Und trotzdem sind wir als klammer Drittligist natürlich auf (erhebliche) Unterstützung von außen angewiesen. Und deshalb gebietet die Situation in meinen Augen unbedingt eine gesunde Prise Demut und Bescheidenheit sowie eine vernünftige und partnerschaftliche Kooperation. Überzogene Forderungen erscheinen mir kontraproduktiv und machen möglicherweise bereits erzielte positive Fortschritte (die „unterstelle“ ich unseren aktuellen Verantwortlichen jetzt einfach mal 😉) womöglich wieder zunichte. Auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass man zu dem Zeitpunkt, zu dem man den Aufstieg in Liga 2 realisiert hat (wann immer dies auch der Fall sein mag), Pläne für den zweitligatauglichen Umbau (=> DFL-Auflagen, insbes. Vollüberdachung & Werbeflächen) wohl bereits fertig in der Schublade haben muss, um dann für den Fall der Fälle vorübergehend eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten (wie aktuell z.B. Darmstadt). Fordert man jetzt zu viel auf einmal, denke ich – ähnlich wie Oskar Dernitzky – dass sich die Thematik GWS womöglich, schneller als uns lieb ist, komplett erledigt. Und dann steht man am Ende, sollte man weder Grundstück noch (finanzielle) Unterstützung für einen Neubau bekommen, schlimmstenfalls ganz ohne Stadion da.

Nochmal: Für die zweite Liga reichen theoretisch die aktuellen 15.000 Zuschauer ja aus. Der Fokus sollte jetzt erstmal auf den rechtlichen Anforderungen liegen. Wenn das geklärt ist, dann kann man im Sinne einer vernünftigen "Scheibchentaktik" zusehens auch eine weitere Kapazitätserweiterung anstreben. Damit ließen sich (relevant, gerade weil wir voraussichtlich auch auf finanzielle Hilfe seitens der Stadt angewiesen sein werden) die Kosten langfristig verteilen (=> Steuerzahler!). Ich denke das absolute Minimum sollte bei Sechzig AUF LANGE SICHT schon bei 25.000 Plätzen liegen. Um wirtschaftlich vernünftig agieren zu können, bräuchte man LANGFRISTIG wohl auf jeden Fall auch eine neue Haupttribüne mit mehr Sitzplätzen und v.a. auch ein paar Logen. Aber nochmals, das eilt nicht. Der Fokus muss für mich jetzt erstmal „nur“ auf die Zweitligatauglichkeit des Stadions und ggf. auf die verstärkte Nutzbarkeit der Stehplätze gelegt werden. Gemäß den Freunden des Sechzgerstadions „wären als baulich vorhandene Gesamtkapazität bei Wiedereröffnung aller aktuell gesperrten Blöcke [ja bereits] rund 20.000 Plätze möglich.“ Geöffnet sind sie ja inzwischen. Die ohnehin notwendige Vollüberdachung würde das Problem des Lärmschutzes eh entkräftigen. Bei der Thematik Verkehr, hoffe und denke ich, dass die MVV-Kombitickets weiterhin so gut funktionieren wie bisher.

Für eine weitere, umfangreichere Kapazitätserhöhung (ich meine ab 20.000 => neue Baugenehmigung) muss sich vermutlich auch alles NOCH ein bisserl stärker eingrooven. Die bisherige Resonanz zu unserem Wiedereinzug ins GWS ist ja allgemein äußerst positiv. Und bei Pauli hat der Umbau des Millerntors (bekanntlich ebenfalls volle Kanone im Stadtgebiet) übrigens beinahe 10 Jahre gedauert. Und jetzt haben sie ne richtig geile „Hütte“. Für mich schon ein Vorbild. Wichtig wäre für die Verhandlungen mit der Stadt natürlich zudem auch seitens des Vereins das klare Bekenntnis, zukünftig dauerhaft im GWS bleiben zu wollen.


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von swaltl » Fr 29. Jun 2018, 21:20

Da bin ich der gleichen Meinung. Wenn man die Stadt zu sehr unter Druck setzt besteht die Gefahr, dass sie sagt, dass es nicht geht, nur weil sie sich nicht schnell genug festlegen können. Die Stadt wird garantiert nicht auf die Schnelle sagen, dass 25.000 bis 30.000 Plätze möglich sind.
Die bekommen wir meiner Meinung nach nur schrittweise. Wenn wir jetzt zeigen, dass mit 15.000 Zuschauern und Gegnern, die mehr Gästefans mitbringen, alles funktioniert, dann kann man mit der Stadt reden, dass man die Kapazität weiter erhöht.


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von tomandcherry » Sa 30. Jun 2018, 07:07

@ Sechzig_Ist_Kult & Sebastian W.

Bin da ganz bei Euch. Mit "definitiven Aussagen seitens der Stadt einfordern", wird man m.E. nicht viel Positives erreichen können. "Druck erzeugt Gegendruck", heißt es doch? Und genau das wäre wohl das Ergebnis, wenn man von Seiten des Vereins, sprich: "Team Profifußball", die Stadt zu irgendeinem Zugeständnis bewegen möchte. Wenn man sich mal in die Situation der Stadtverantwortlichen versetzen würde, dann käme man wohl selbst zu der Einschätzung, dass sich die Gegenseite ein bisschen arg wichtig nimmt und man denen mal die Grenzen deutlich aufzeigen möchte?

Auch wenn mir so einige Gegen-Argumente, was eine Modernisierung/Ausbau des GWS betrifft, so nicht ganz einleuchten wollen (u.a. "Lärmbelästigung" bei ca. 3 Std. Fußball-Live-Erlebnis alle 14 Tage und gleichzeitig wohnt man in der Nähe des Mittleren Rings, der beinahe 24/7 lang Verkehrslärm mit sich bringt...), ist mir durchaus bewusst, dass es nicht so "hopplahopp im Schweinsgalopp" funktionieren wird.

Die DFL hat ja ein ganzes Bündel an zu erfüllenden Forderungen/Auflagen für Profifußball-taugliche Stadien, die sämtlich in den Ausbau eines sanierten GWS einfließen müssten. Dazu die Anforderungen seitens der Stadt. Interessant wäre mal eine - evtl. auch nur grob skizzierte - Übersicht sämtlicher Maßnahmen, die zum aktuellen Zeitpunkt berücksichtigt werden müssen, wenn man sich über eine Erweiterung des GWS auf sagen wir mal 30.000 Zuschauer einigen könnte? Dann hätte man konkrete Aussagen und müsste nicht mit irgendwelchen, teilweise gar nicht relevanten Themen herumeiern. z.B. konkrete Fakten zum heiß diskutierten "Lärmschutz". Was heißt das eigentlich genau bei einem nur wenige Stunden/Monat genutzten Fußballstadion innerhalb der Stadt München? Ich weiß es nicht. Aber die-/derjenige, die/der es weiß bzw. wissen muss, könnte es doch auch mal offiziell verkünden? Oder die Parkplatz-Situation am/um's Stadion? Was gibt's dazu zu vermelden? Wie viele müssen es lt. städt. Verordnung denn sein? In welcher max. Nähe zum Stadion?

Dann bleibt nach wie vor die große Frage, WIE und WER soll das Ganze eigentlich finanzieren? Mit leeren Taschen ist halt schlecht auf wohlhabender Verein machen. Und die Kassen bei 60 sind mit Sicherheit nicht prall gefüllt, um sich so ein schmuckes kleines Stadion in München leisten zu können. Das sehe ich als sehr wesentliches K.O.-Kriterium, neben den o.g. Fragen hinsichtlich der ganzen zu erfüllenden Anforderungen durch Stadt München und DFL.

Egal, wer am Ende im VR landet und anschließend seinen Worten Taten folgen lassen darf, zu beneiden sind die Damen und Herren garantiert nicht. Andererseits ist es deren freier Wille und Entscheidung, sich für ein solches Amt zur Verfügung zu stellen. Dann muss man halt auch ein bisschen was dafür tun. ;-)


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von 3und6zger » Sa 30. Jun 2018, 20:57

Das Team Profifußball will ja das Sechzgerstadion nicht auf 30000 Zuschauer ausbauch. Die wollen mit ihrem "Druck auf die Stadt" einen solchen Ausbau unmöglich machen. Eigentlch wollen sie möglichst schnell eine Ablehnung der Stadt bis Ende des Jahres.
Der Grund für diese Vorgehensweise ist der Glaube, daß Hasan Isamik noch Geld für ein Löwenstadion hat, was ich persönlich nicht glaube. Schon der hat seine Forderungen an die Stadt so formuliert, daß diese einfach nur ablehnend antworten konnte, so daß er nicht liefern musste (hätte er auch nicht können, weil nicht genug Pulver). <Geiler Bandwurmsatz> :cuckoo: :cuckoo: :cuckoo:
Daher im Wesentlichen Scheingefechte um nix. Hoffentlich bekommt das selbsternannte Team Profifußball bei der MV gehörig eins auf die Mütze!
Was das Stadion betrifft, bin ich unsterblich in die Schwabl-Pläne verliebt. Diese auf 2018 updaten und die Machbarkeit checken, das wärs.
Sche.....e. Leider bin ich kein Architekt sondern nur ein Elektronik-Ingenieur. ich hab keinen Schimmer, ob und was davon umsetzbar wäre!


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von tomandcherry » So 1. Jul 2018, 10:57

3und6zger hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 20:57
Das Team Profifußball will ja das Sechzgerstadion nicht auf 30000 Zuschauer ausbauch. Die wollen mit ihrem "Druck auf die Stadt" einen solchen Ausbau unmöglich machen. Eigentlch wollen sie möglichst schnell eine Ablehnung der Stadt bis Ende des Jahres.
Jetzt wo Du es so schreibst, 3und6zger, wird mir auch einiges klar! DAS ist die - perfide - Taktik dieses komischen "Team Profifußball"! Die wollen durch ihre kompromisslose Haltung bei der Stadt das Gegenteil von dem erreichen, was ich bislang glaubte, dass sie erreichen wollen. Nämlich ein endgültiges "Nein" der Stadt zur Kapazitätserweiterung bzw. dem Um-/Ausbau des GWS!
3und6zger hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 20:57
Der Grund für diese Vorgehensweise ist der Glaube, daß Hasan Isamik noch Geld für ein Löwenstadion hat, was ich persönlich nicht glaube. Schon der hat seine Forderungen an die Stadt so formuliert, daß diese einfach nur ablehnend antworten konnte, so daß er nicht liefern musste (hätte er auch nicht können, weil nicht genug Pulver). <Geiler Bandwurmsatz> :cuckoo: :cuckoo: :cuckoo:
So wird ein Schuh daraus. Man probiert es durch "spezielle Verhandlungstaktik" und stellt sich dann noch hin um zu behaupten, dass man selbst (also "Team Profifußball") "wirklich alles, was in unserer Macht stand, probiert hat am Ende jedoch das Nein aus der Stadtverwaltung hinnehmen musste". Dabei dient alles nur zur Ablenkung von der eigentlichen Idee, ein nagelneues Stadion vom "größten Löwenfan aller Zeiten" hingestellt zu bekommen. Und nicht wenige "Alles-Gläubige" haben bei den Worten "neues Stadion mit 50.000 weiß-blauen Sitzen" schon wieder Schnappatmung und drehen beinahe durch, weil das mit Sicherheit den sportlichen Aufstieg in die Bundesliga mit anschl. CL-Quali und Augenhöhe mit Barcelona bedeuten würde. :doh:
3und6zger hat geschrieben:
Sa 30. Jun 2018, 20:57
Daher im Wesentlichen Scheingefechte um nix. Hoffentlich bekommt das selbsternannte Team Profifußball bei der MV gehörig eins auf die Mütze!
Was das Stadion betrifft, bin ich unsterblich in die Schwabl-Pläne verliebt. Diese auf 2018 updaten und die Machbarkeit checken, das wärs.
Sche.....e. Leider bin ich kein Architekt sondern nur ein Elektronik-Ingenieur. ich hab keinen Schimmer, ob und was davon umsetzbar wäre!
Das "Stadion-Thema" wird uns noch sehr, sehr lange begleiten. Unabhängig davon, wer am Ende im neugewählten VR vertreten sein wird. Mittelfristig sehe ich keine halbwegs vernünftige Alternative zum GWS, auch wenn ich der Meinung bin, dass es für höherklassigen (und das schließt nach meiner Definition bereits die 3. Liga ein) Fußball nicht mehr taugt.

Da jedoch realistische Alternativen nicht vorhanden sind, bleibt es wohl bis auf weiteres dabei, dass man drittklassig sowieso und im Falle eines Aufstiegs in die 2. Liga evtl. sogar noch mit einer zeitlich befristeten Ausnahmegenehmigung dort antreten darf.

Was dann kommen wird, können wir noch nicht einmal erahnen. Dass so schnell kein Ende in Sachen "Heimspielstätte unseres TSV" in Sicht ist, dürfte jedoch klar sein?


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Re: Stadiondiskussion allgemein: Sechzgerstadion oder doch woanders?

Beitrag von tomandcherry » Do 5. Jul 2018, 10:03

In Bezug auf dieses "Dauerbrenner-Thema" sind die Aussagen der bislang vorgestellten VR e.V.-Kandidaten recht interessant/amüsant zu lesen - siehe "Mainpage" des Löwenmagazin.

Was sich dort an - selbst für absolute Laien erkennbar - lächerlichen und teilweise vollkommen weltfremden Ansichten tummelt, ist schon ein echter Knaller.

Da wird großkotzig "von der Stadt eingefordert", mit zweistelligen Millionenbeträgen verbal jongliert, dass es eine Art hat und am Ende doch nichts wirklich Neues/Innovatives gesagt.

Gut, die Kandidaten/Kandidatinnen sind natürlich in erster Linie darauf bedacht, sich selbst nicht bereits duch das LM-Interview aller Chancen bei der VR-Wahl zu berauben. Das ist vollkommen legitim, dass man versucht, sich halbwegs "neutral" und "kompetent" darzustellen.

Aber es ist schier unglaublich, wenn sich einzelne Personen (ich nenne bewusst keinen Namen!) in der "Position des vermeintlich Stärkeren" sehen und dadurch bewusst auf Konfrontation mit der Stadt München gehen! Als wenn "Druck aufbauen" etwas Anderes bewirken würde, als Gegendruck zu erzeugen.

Ich bin selbst nicht glücklich darüber, dass es - zumindest nach aktuellem Stand der Dinge - scheinbar keine oder nur sehr stark eingeschränkte Möglichkeiten gibt, die derzeitige Kapazität des GWS überproportional hoch auszubauen. 30.000 oder gar 35.000 am Standort Grünwalder Straße in München-Giesing scheint eine Utopie zu sein.

Warum man trotzdem immer wieder mit der "Forderung" für Dieses oder Jenes an die Öffentlichkeit geht, nur um dadurch Gefahr zu laufen, die Stadt komplett gegen jede noch so kleine Verbesserung des Ist-Zustands GWS aufzubringen, ist mir vollkommen unverständlich. Eigentlich sollte doch jeder/jedem Kandidaten/Kandidatin klar sein, dass 60 rein gar nichts von der Stadt einzufordern hat. Im Gegenteil.


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