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SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

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Sechzig_Ist_Kult
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SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von Sechzig_Ist_Kult » Fr 13. Jul 2018, 21:28

Äußerst lesenswerter SZ-Artikel für alle Löwen, die unsere Heimat im Herzen tragen:

Kurze Leseprobe:
Mitten im Herzen

Ein Fußballstadion für ungewaschene Vorstadtlackel gehört genauso zur Stadt wie ein Konzerthaus oder ein Museum. Und dass für Logen oder Parkhäuser kein Platz ist, ist in Wahrheit ein Segen

Von Sebastian Beck

Man muss weder Fußballanhänger noch Fan der Sechzger sein, um diesen Momenten vor dem Spiel etwas Magisches abzugewinnen. Wenn das Flutlicht in die Nacht leuchtet, wenn die Fans sich vorm Wienerwald oder Trepperlwirt versammeln und sich in den Straßenbahnen drängen, wenn sich Vorfreude und Spannung übers ganze Viertel legen, dann erwacht die Stadt zum Leben. Ausgerechnet da draußen in Giesing, an einer der lautesten Kreuzungen Münchens. Eingezwängt zwischen Isarhochufer, Wohnhäusern und Ausfallstraßen empfängt das Grünwalder Stadion seine Partygäste. Aber was heißt da schon Stadion? Es ist ein zusammengestückeltes Etwas aus Beton und Stahl, so hässlich wie ein räudiger Straßenköter.

Seit mehr als hundert Jahren wird hier schon Fußball gespielt, längst ist die Stadt darüber hinweg gewuchert. Wer auf der ehrwürdigen Haupttribüne mit ihren Glasfassaden Platz nimmt, der sieht die Kirchtürme übers Dach der Stehhalle spitzen, und er versteht, warum die Fans der Sechzger sich all die Jahre so gesehnt haben nach diesem einen Ort, der in keinem Reiseführer über München steht.
Zum Weiterlesen hier lang:

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/hei ... -1.4053490


Fan: 1860 - Pro: Werder Bremen - Sympathie: BVB, SC Freiburg, Dynamo Dresden

Nichts kann uns erschüttern, so nimmt es immer seinen Lauf.
Mit dem Rücken an der Wand - Doch immer wieder obenauf!

Sechzig gehört nach Giasing und nicht in die Pampa!
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von Landshuter Loewe » Sa 14. Jul 2018, 13:23

Ja, sehr schön.

Aber komisch, wie schnell alle auf einmal

- auf den Sympathie-Zug 1860 in Giesing aufspringen
- wie schnell es von einem "Es geht hoid net" auf "Es geht scho"


---
60 und sonst nix
(doch, a bisserl Lautern und Saarbrücken)
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von ArikSteen » Sa 14. Jul 2018, 23:58

Die SZ ist für mich leider schon lange eine Art neue Boulevard-Zeitung, tut mir Leid. Aber so richtig zur Diskussion trägt die SZ hier nicht wirklich bei. Für mich ist das eine Romantik, der ich innerlich zwar zustimme, auf der SZ jedoch nicht suche oder erwarte.


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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von LionsPack » So 15. Jul 2018, 09:18

Na ja, die Medienlandschaft verändert sich halt auch.


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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von 3und6zger » So 15. Jul 2018, 14:16

Wir leben halt in einer Zeit, in der sich entscheidet, ob München sich in eine Stadt der Besserverdiener wandelt, oder sich auch eine gewisse Ursprünglichkeit bewahrt. Und solche Themen hat die SZ in den 30 Jahren, in denen ich in München lebe, immer thematisiert. Anders als dieser Touri-Traditionalismus für Zugreiste ist Sechzig halt nach wie vor etwas Ursprüngliches mit allem Für und Wider. Erst wenn die Besserverdiener nicht mehr bedient, beschützt, Ihren Müll nicht mehr entsorgt und ihren Dreck nicht mehr weggeputzt kriegen, weil die Verrichter solcher Tätigkeiten nicht mehr in München leben können, werden sie merken, daß man Geld nicht essen kann.
Und diese Entwicklung und ihre Zusammenhänge aufzuzeigen ist ureigenster SZ-Auftrag.


Hombre248
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von Hombre248 » Mo 16. Jul 2018, 22:21

Bin jetzt kein Münchner, jedoch liebe ich den Verein 1860 weil es für mich immer der Münchner Arbeiterverein war, fannah, authentisch und leidensfähig..habe wunderbare Zeiten mitgemacht ob Bayernliga oder Bundesliga 1 und 2, dieser Verein wird immer im Herzen sein. Natürlich auch mehrfach negatives erfahren....gelitten bis zum geht nicht mehr.......
Leider war die Aussendarstellung die letzten Jahre sehr schlecht, oft selbst verschuldet und auch weil es Schmierfinken gibt welche damit ihr Geschäft machen, hoffe dass sich nun vieles zum positiven ändert, denn der Verein hat eine unglaubliche Strahlkraft ......und ist der ideale Gegenpol zum Seitenstrassler- Verein....
Es scheint als habe die Stadt München nun gemerkt dass 1860 ein Teil von München ist....und da die 3. Liga nun deutschlandweit medial präsentiert wird und nun das GWS jede Woche im TV zu sehen sein wird, ist die Weltstadt München nun gefordert was zu bieten und zwar keine Ruine mehr sondern ein modernes kleines Münchner Stadion an der Grünwalder Strasse, denke und hoffe eine Modernisierung des Stadions ist näher denn je....der Biero und sein Team werden schon Druck machen mit positven Ergebnissen, mittelfristig 2. Liga und das GWS wird modernisiert sein bis dahin...
Sechzig gehört zu München und wohnt in Giesing und dort steht das 60er Stadion....


tomandcherry
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von tomandcherry » Di 17. Jul 2018, 08:45

Servus Hombre248,

Deine Anmerkungen zu den "Verpflichtungen der Stadt München" in allen Ehren, aber ich glaube, Du machst es Dir - wie so viele andere Löwen-Fans auch - ein bisschen zu einfach.
Hombre248 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:21
Es scheint als habe die Stadt München nun gemerkt dass 1860 ein Teil von München ist....und da die 3. Liga nun deutschlandweit medial präsentiert wird und nun das GWS jede Woche im TV zu sehen sein wird,...
Entschuldige bitte, wenn ich das so deutlich schreibe, aber woran machst Du fest, dass "die Stadt München gemerkt hat, dass 1860 ein Teil von München ist"? Das liest sich für mich schon ein wenig pathetisch. 60 wird - und das ist leider eine unveränderliche Tatsache - immer und ewig im Schatten des über allem stehenden Vereins aus der Seitenstraße stehen. Das können wir 60er-Fans noch tausendmal verneinen, aber es ist so. Der Stadt - richtigerweise: den jeweils verantwortlichen Personen der Stadt M - ist 60 also relativ egal. Sie darf und wird es natürlich niemals lauthals an die Öffentlichkeit bringen, aber warum sollte man sich besonders um 60 bemühen, wenn doch die Strahlkraft in Rot und Weiß wesentlich deutlicher auf München fällt? Dass man sich mittlerweile etwas mehr Mühe gibt, den 60ern den ein oder anderen kleinen Wunsch zu erfüllen, heißt doch im Umkehrschluß noch lange nicht, dass man gewillt ist, ein GWS mehr als zwingend notwendig zu renovieren/umzubauen?
Hombre248 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:21
...ist die Weltstadt München nun gefordert was zu bieten und zwar keine Ruine mehr sondern ein modernes kleines Münchner Stadion an der Grünwalder Strasse,...
Wieso sollte die Weltstadt M "gefordert sein, was zu bieten"? Das ist eine unglaublich arrogante Einstellung, für die es nicht den geringsten Anlass gibt. Was hat 60 denn schon vorzuweisen, dass es Leute wie Dich gibt, die mit so einer Arroganz auftreten? Die unglaublich erfolgreichen Jahre in der 2. Liga? Den "Doppelabstieg" in die höchste Amateurspielklasse?

Nur weil man es geschafft hat, binnen einer Saison aus der höchsten Amateurliga in die 3. Liga aufzusteigen, heißt das doch nicht, dass ab sofort der blaue Teppich ausgerollt wird und man 60 von vorne bis hinten mit Wohltaten überhäuft? Wir spielen ab sofort in der selben Liga wie die SpVgg Unterhaching und nicht in der Bundesliga gegen den FCB. Und diese 3. Liga müssen wir erstmal halten können. Das wird schwerer werden, als es sich so mancher momentan vorstellen kann.
Hombre248 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:21
denke und hoffe eine Modernisierung des Stadions ist näher denn je....
Was stellst Du Dir denn unter einer "Modernisierung des Stadions" konkret vor?
Hombre248 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:21
der Biero und sein Team werden schon Druck machen mit positven Ergebnissen,...
Wieso sollten Biero uns sein Team "Druck machen"? Wenn es sportlich gut läuft, die Zuschauerkapazität konstant hoch, ggfs. jedes Heimspiel "ausverkauft" sein sollte, dann wird man von Seiten der Stadt-Verantwortlichen möglicherweise (!) eine weitere Kapazitätserweiterung durchwinken. Allerdings gibt es viele Auflagen zu erfüllen, die sehr wahrscheinlich irgendwann auch eine max. Zuchauerzahl im momentanen Zustand des GWS erreicht haben. Evtl. 20.000? Dann wird definitiv Schluß sein.
Hombre248 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:21
...mittelfristig 2. Liga und das GWS wird modernisiert sein bis dahin...
Mittelfristig 2. Liga liest sich in der Theorie gut. Mittelfristig wollte man auch immer in die Bundesliga aufsteigen, als man noch ein halbwegs ernstzunehmender Zweitligist war. Du übersiehst jedoch, dass es mit den Wünschen der Fans und der Umsetzung auf dem Platz sehr häufig ein Problem der Übereinstimmung gibt. Wenn's so einfach wäre, jeden Aufstieg minutiös zu planen und danach in die Tat umzusetzen...
Hombre248 hat geschrieben:
Mo 16. Jul 2018, 22:21
...Sechzig gehört zu München und wohnt in Giesing und dort steht das 60er Stadion....
Ja, das mag natürlich stimmen und klingt auch schön, aber für eine anhaltende sportliche Vorwärtsentwicklung, verbunden mit dem Aufstieg in die 2. Liga, braucht's halt schon ein bisschen mehr als die ganze weiß-blaue Wunschträumerei so vieler Löwen-Fans.

Ich bin seit mehr als 40 Jahren Löwen-Fan und hab' in dieser langen Zeit eines immer wieder miterleben müssen:

Vollkommen überzogene und absolut unrealistische Vorstellungen, zu was der Verein imstande ist und welche Zugeständnisse er seitens anderer bekommen kann.

Speziell die Stadt M hat sich dabei eher als "zurückhaltend" gezeigt, was sich m.M. nach auch in Zukunft nicht gravierend verändern wird. Mit aberwitzigen und unerfüllbaren Forderungen wird man bei den Verantwortlichen nichts erreichen. Man sollte im Moment einfach froh und dankbar sein, dass solche kleinen Zugeständnisse wie die Kapazitäten schrittweise zu erhöhen, überhaupt in Aussicht gestellt werden. An mehr sollte man zur Zeit noch keinen Gedanken verschwenden.


Hombre248
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von Hombre248 » Di 17. Jul 2018, 20:34

Hallo Tomandcherry,

danke für deine kritische und ehrliche Antwort, gebe zu bin etwas euphorisch und ich bin schon seit meinem 8. Lebensjahr ein Löwenfan, damals erstes Spiel in Augsburg gegen den FCA mit Helmut Haller, also bald 46 Jahre.
Trotzdem finde ich, dass selbst eine Stadt München mittlerweile gemerkt hat, dass in Giesing sich was bewegt und die mediale Präsenz ist nicht zu unterschätzen was dort abläuft. Die Stadt muss sich Gedanken machen, denn die 2. Liga ist durchaus machbar und ein erklärtes Ziel des Vereins. Eine Modernisierung wie bei St. Pauli sollte ein Beispiel sein. Das Millerntor war auch eine Ruine und ist mitten in Hamburg, und nun ein tolles kleines Fussballstadion.
Das kann natürlich etliche Jahre dauern, oder eben auch schneller. Erinnere mich noch an die langjährige Bayernligazeit, dann kam Wettberg und später Lorant und es ging rasant aufwärts. Bei Sechzig ist vieles möglich, nach oben und nach unten, das wissen wir leidgeprüften Anhänger doch am besten. Aber endlich haben wir mal wieder eine gute sportliche Leitung, ein Faustpfand namens Bierofka, eine junge hungrige Mannschaft mit etlichen Spielern mit Münchner oder bayrischen Wurzeln. Natürlich können wir es nicht sportlich oder finanziell mit den arroganten Seitenstrasslern aufnehmen, aber genau das unterscheidet uns ja auch, so eine Fannähe wie bei uns gibt es nicht bei diesen Fussballmillionären....Leider wurde in der Vergangenheit vieles kaputt gemacht, vor allem die 2. Liga Saison unter VP..... aber wir sollten und keine Luftschlösser bauen sondern uns Stück für Stück weiterentwickeln und uns solche Vereine wie z. B. St. Pauli, Freiburg, auch den FCA (wie bitter), Mainz usw. als Vorbild nehmen....Es ist noch weit hin , aber es ist möglich, 60 ist immer noch eine Marke und hat eine enorme Strahlkraft, das sind meine Hoffnungen für unser 1860


tomandcherry
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von tomandcherry » Mi 18. Jul 2018, 11:03

Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
Hallo Tomandcherry,

danke für deine kritische und ehrliche Antwort, gebe zu bin etwas euphorisch und ich bin schon seit meinem 8. Lebensjahr ein Löwenfan, damals erstes Spiel in Augsburg gegen den FCA mit Helmut Haller, also bald 46 Jahre.


Servus Hombre248,

super, dass Du mir nochmal antwortest und auf einige Dinge eingehst, die ich bei Deinem Ausgangspost möglicherweise falsch interpretiert hatte.
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
Trotzdem finde ich, dass selbst eine Stadt München mittlerweile gemerkt hat, dass in Giesing sich was bewegt und die mediale Präsenz ist nicht zu unterschätzen was dort abläuft. Die Stadt muss sich Gedanken machen,...
Warum "muss" die Stadt sich Gedanken machen? Der Verein ist doch in der "Bringschuld" und muss sich Gedanken machen, was in den nächsten Jahren mit welchen Mitteln erreicht werden soll. Oder anders formuliert: Wenn man gegenüber der Stadt mit einem stimmigen Konzept, also in etwa "Die nächsten drei Jahre wollen wir in der 3. Liga eine halbwegs passable Rolle spielen, im dritten Jahr ggfs. sogar die Aufstiegsränge in Angriff nehmen und innerhalb von max. fünf Jahren wieder in die 2. Liga zurückkehren." dann hätte das m.M. nach "Hand und Fuss". Dass man dabei mit der Stadt um eine schrittweise Erweiterung der Kapazität verhandeln sollte, schließt mein Vorschlag ja nicht aus. Auch andere Dinge, wie die Erfüllung der aktuellen Vorschriften in Bezug auf Sicherheit, feuerpolizeiliche Auflagen, Lärmschutz, Parkplätze, undwasweißdennichnochalles... sollten dabei gleich abgeklärt werden. Denn eines dürfte bereits jetzt schon feststehen: Mit dem momentanen Zustand des GWS wird die 2. Liga nur sehr schwer umsetzbar sein, wenn überhaupt.
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
... denn die 2. Liga ist durchaus machbar und ein erklärtes Ziel des Vereins. Eine Modernisierung wie bei St. Pauli sollte ein Beispiel sein. Das Millerntor war auch eine Ruine und ist mitten in Hamburg, und nun ein tolles kleines Fussballstadion.
Also ich würde jetzt erstmal die 3. Liga als große Herausforderung annehmen und versuchen, den Klassenerhalt so schnell wie möglich zu sichern. Denn das wird m.E. eine mehr als sportliche Herausforderung, auch wenn ich das dumpfe Gefühl habe, mit dieser Meinung relativ allein auf weiter Flur zu stehen. Mal ganz ehrlich: Die RL Bayern-Saison darf trotz des sportlichen Erfolgs und des - glücklichen - Aufstiegs nicht darüber hinwegtäuschen, dass es gegen sog. "starke" Mannschaften sehr häufig nicht wirklich gut aussah, was die Jungs in Weiß und Blau auf dem Rasen zeigten. Wir spielen zukünftig aber nicht mehr gegen "Freizeit-Amateur-Mannschaften", deren Spieler bis ca. 16:00 Uhr einer geregelten Arbeit nachgehen und dann dreimal pro Woche am Abend trainieren, sondern gegen Profi-Teams. Und zwar ausnahmslos.
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
Das kann natürlich etliche Jahre dauern, oder eben auch schneller. Erinnere mich noch an die langjährige Bayernligazeit, dann kam Wettberg und später Lorant und es ging rasant aufwärts.
Eben, es kann etliche Jahre dauern. Geh' erstmal davon aus, dass es wirklich so kommen wird. Diese Ausnahmen mit Wettberg oder Lorant sind mittlerweile so lange her, dass sogar ich mich nur noch schemenhaft daran erinnern kann. ;-)
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
Bei Sechzig ist vieles möglich, nach oben und nach unten, das wissen wir leidgeprüften Anhänger doch am besten.
Eigentlich ist bei 60 eher Vieles nach Unten möglich. Jedenfalls haben es die vergangenen 15 Jahre - Ausnahme ist die einjährige RL Bayern-Saison mit dem dringend notwendigen Aufstieg - mehr als einmal bewiesen, dass wir überwiegend "unten herumkrebsen", anstatt ernsthaft um einen Aufstieg mitzuspielen. Ich bin kein Miesmacher, ich bin Realist. Und genau deshalb bin ich der Meinung, dass es kaum möglich sein wird, die 3. Liga innerhalb einer Saison zu durchqueren und dann an's Türchen der 2. Liga anzuklopfen. Diese Saison schon zweimal nicht, wenn man sich die Hochkaräter anschaut, die in der "besten 3. Liga aller Zeiten" um die drei obersten Ränge kämpfen werden. Man darf doch nach einer Saison halbwegs erfolgreichem Amateur-Fußball (!) nicht schon wieder vollkommen unrealistische Träume haben? Das wird eine brettlharte Saison und wir müssen aufpassen, dass wir nicht von Anfang an hinten drinnen stecken.
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
Aber endlich haben wir mal wieder eine gute sportliche Leitung, ein Faustpfand namens Bierofka, eine junge hungrige Mannschaft mit etlichen Spielern mit Münchner oder bayrischen Wurzeln.
Biero hat noch überhaupt keine Erfahrung als Profi-Trainer, zudem wird er die meiste Zeit der Woche in Hennef verbringen (müssen). Erwarte also bitte nicht, dass wir von Beginn an die Gegner der 3. Liga herspielen werden. Und ob die Mannschaft wirklich so gut ist, muss sich doch auch erst noch zeigen. Was nützt ein Spieler mit "bayerischen Wurzeln", wenn ihm der Gegner davonläuft oder er das Tor nicht trifft?
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
Natürlich können wir es nicht sportlich oder finanziell mit den arroganten Seitenstrasslern aufnehmen, aber genau das unterscheidet uns ja auch, so eine Fannähe wie bei uns gibt es nicht bei diesen Fussballmillionären....Leider wurde in der Vergangenheit vieles kaputt gemacht, vor allem die 2. Liga Saison unter VP..... aber wir sollten und keine Luftschlösser bauen...
Aber genau das tust Du doch! Du baust m.E. "Luftschlösser", wenn Du "forderst, was die Stadt für 60 tun muss", "die 3. Liga schnell nach oben verlassen möchtest" usw. Wenn man ständig versucht, den dritten Schritt vor dem ersten zu machen, wird man unweigerlich in's Stolpern kommen. Gerade jetzt wäre es m.E. wichtig, sich auf das zu besinnen, was realistisch betrachtet machbar ist. Zum einen den Klassenerhalt in der 3. Liga so schnell wie möglich sichern und auf der anderen Seite die Stadt darum bitten (!) die Zuschauerkapazität soweit zu erhöhen, dass es möglicherweise 18.600, 20.000 oder 22.000 Plätze im GWS geben wird. Wenn dann noch die ein oder andere "Schönheitsreparatur" durch die Stadt als Eigentümerin des Stadions durchgeführt würde, wäre das schon eine ganze Menge. Von "Umbau"/"Ausbau"/"Neubau" brauchen wir nicht einmal zu träumen.
Hombre248 hat geschrieben:
Di 17. Jul 2018, 20:34
...sondern uns Stück für Stück weiterentwickeln und uns solche Vereine wie z. B. St. Pauli, Freiburg, auch den FCA (wie bitter), Mainz usw. als Vorbild nehmen....Es ist noch weit hin , aber es ist möglich, 60 ist immer noch eine Marke und hat eine enorme Strahlkraft, das sind meine Hoffnungen für unser 1860
Ja, immer die anderen Vereine als Beispiele oder Vorbilder nennen... Wieso sollten wir es z.B. wie St. Pauli schaffen, ein uraltes Stadion mitten in der Stadt zu einem "Schmuckkästchen" auszubauen? Die grundsätzlichen Voraussetzungen waren doch immer komplett anders, als bei 60. St. Pauli hat sich m.W. niemals gemeinsam mit dem großen Rivalen HSV ein Stadion "geleistet". In Freiburg, Mainz oder Augsburg gibt's nur diesen einen "großen" Verein und dahingehend auch nur ein Stadion, das von genau diesem Verein genutzt wird. In München gibt's drei (!) Stadien, wovon eigentlich nur noch das GWS als Heimspielstätte für die Münchner Löwen tauglich ist. Wenn man sich jetzt noch durch unkluge Forderungen oder großspuriges Auftreten diese Chance auf zukünftige Zugeständnisse seitens der Stadt-Verantwortlichen verscherzen sollte, dann wird's irgendwann ziemlich eng mit einem 2. Liga-tauglichen Spielort.

Bei allem Respekt vor Deiner Euphorie und der sportlich wieder erfreulichen Gegenwart, aber wir sind erstmal nur ein Drittligist der zwar große Träume und Visionen hat, aber vor allem auch keinen Knopf Geld in der Tasche und stattdessen einen riesigen Berg an Schulden mit sich herumschleppt.

Ohne den "größten Löwenfan aller Zeiten" wird auch in den nächsten Jahren kaum etwas passieren, denn der gibt - ob uns das nun gefällt oder nicht - weiterhin soviel Geld, dass sein "Investment" nicht komplett abschmiert. Sportlicher Erfolg bedeutet auch eine gewisse Wertsteigerung seines Investments und daran sollte er nach wie vor interessiert sein. Dass "er" uns ein nagelneues Stadion "auf der grünen Wiese" hinstellt, daran glauben wirklich nur noch die völlig verblendeten "HI-Anbeter". Eher wird noch das GWS auf 30.000 + X ausgebaut. ;-)


Hombre248
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Re: SZ: Mitten im Herzen (13.07.2018)

Beitrag von Hombre248 » Fr 20. Jul 2018, 23:01

Hallo Löwenfreund,

sorry aber ich baue auch keine Luftschlösser und ich fordere auch nicht die Stadt auf zu einem Ausbau des Stadions. Mir ist schon klar das alles sukzessive wieder ins Lot kommen muss bei unserem Verein, step by step,.....mir ist die 3. Liga mit einem aufwärtsstrebenden und sympathischen 1860 lieber als das damalige 1860 we go to the Top VP Team....mit Konsorten in der Geschäftsführung wie Tony Power.....sportlich gesehen hoffe ich trotzdem auf eine gute Saison..d.h. keine Abstiegsgefahr und sicherer Mittelfeldplatz. vielleicht doch etwas mehr....mit schönen Heimspielen und einer besseren Aussendarstellung des TSV 1860 von München e.V.....Und Bierofka ist nun mal sportlich unser Hoffnungsträger.....mehr haben wir nicht....und einen besseren schon gar nicht........der war Profi und weiss wie es funktioniert.....und er hat schon mal in der 2. Liga für drei Spiele den Abstieg verhindert..und er hat die Saison mit VP miterlebt..er weiss also was nicht passieren darf....die Nicht Aigner Verpflichtung für diese Saison ist schon mal ein erstes Zeichen......WünscheDir ein schönes WE und lass uns für 1860 auf eine positive Entwicklung hoffen.......Die Hoffnung stirbt zuletzt, auch für noch so leidgeprüfte Löwenfans....ELIL


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